Programm

Tagesplan (PDF)

Der Tagesplan kann sich bis zum Sommercamp noch verändern.

 

Kulturwandel - Was wir vorhaben

Eine neue Kultur heißt, etwas anderes als Normalität zu erachten als bisher. Der globale äußere Wandel macht einen tiefgreifenden inneren Wandel unumgänglich. Wir brauchen Freund*innen, auf die wir uns verlassen können. Im Sommercamp beginnen wir mit einem Blick in die Welt. Dann richten wir den Blick auf die inneren Ursachen: Den Verlust von Sinn, Vertrauen, Liebe und Heimat.

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Talks & Aufzeichnungen

Mi, 21.7.: Eröffnungsabend

Willkommen. Wir sind nicht zufällig hier - an diesem Ort, zu dieser Zeit, auf diesem Planeten. Wir sind hier mit einem Auftrag. Es ist Zeit, uns zu erinnern. Willkommen auf Raumschiff Erde. Es hat keine Passagiere, nur Crew.

Performance, geistige Einstimmung, erstes Kennenlernen, Musik.

 

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Do, 22.7.: Ina Meyer-Stoll - Die Welt ist eine Liebesaffäre

Wir sind Ein Sein. Alles, was lebt, bildet die große Familie des Lebens, den Organismus unseres Heimatplaneten. Wir sind dazu ausgestattet, zu kommunizieren, zu kooperieren, zu vertrauen und zu lieben. Wäre das nicht so, wäre die Einheit des Lebens längst zerbrochen. Die Liebe ist die Kraft, die diese Einheit immer wieder erneuert. Eine Entscheidung für die Liebe ist eine Entscheidung für das Leben. Bindung und Freiheit gehören zusammen.

Ina Meyer-Stoll lebt seit 37 Jahren in Gemeinschaft und war ein ZEGG-Mitglied der ersten Stunde. Mit ihrem unermüdlichen Einsatz für Gemeinschaft und für Wahrheit in der Liebe unterstützt sie auch andere Gemeinschaften und Gruppen in vielen Teilen der Erde.

 

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Hier die von Ina Meyer-Stoll erwähnte Übung zu zweit von Joanna Macy: Schau in den Spiegel - Vertrauensspaziergang zu zweit in der Natur Eine Person schließt die Augen, die andere Person führt oder begleitet die "blinde" Person achtsam. Nehmt euch Zeit zu lauschen, wahrzunehmen, die sehende Person stellt sich auf die blinde Person ein, vor allem im Tempo des Umhergehens. Gesprochen wird nur wenig, das nötigste. Ab und zu führt die sehende Person die blinde Person zu einer ausgewählten Stelle in der Natur, richtet den Kopf sanft auf die Stelle und sagt zur blinden Person: "Öffne deine Augen und schau in den Spiegel". Die blinde Person öffnet ihre Augen, schaut einen Moment, so wie es für sie passt und schließt dann wieder die Augen, wenn das Bild verinnerlicht ist. Dann führt die sehende Person weiter bis zur nächsten Stelle und wiederholt den Ablauf. Der Spaziergang dauert pro Person ca. 20 Minuten und darin können mindestens dreimal die Augen geöffnet werden bei der blinden Person. Nach den 20 Min. wird die Rolle gewechselt und danach gern noch einen kurzen Austausch, pro Person 5 Minuten. Die Erfahrung aber nicht zerreden :)

Fr, 23.7.: Christa "Leila" Dregger: Aller Schmerz ist Trennungsschmerz

Von allen Wesen hat sich Homo Sapiens getrennt von der großen Einheit des Lebens. Wir fühlen nicht mehr, was wir anderen Wesen antun. Das kollektive Trauma hat uns zu abgekapselten Wesen gemacht. In diesen Kapseln laufen wir durchs Leben, ängstigen uns, schützen uns voreinander, verletzen uns und weigern uns zu fühlen. Die ganze Menschheit leidet unter Liebeskummer - und kämpft, macht Karriere oder lenkt sich ab, um diesen Kummer nicht zu spüren. Die Heilung besteht darin, als Kulturimpuls Gewächshäuser des Vertrauens aufzubauen.

Christa Dregger lebt seit 38 Jahren in Gemeinschaft, davon 18 Jahre lang im Heilungsbiotop 1 Tamera, Portugal. Sie bereiste als Journalistin alle Kontinente und ist heute Botschafterin für "Terra Nova", den Plan der Heilungsbiotope im deutschsprachigen Raum.

 

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Sa, 24.7.: Emil Friis: Hanzi Freinacht - Die Bewusstseinsevolution des Menschen, oder Metamoderner Wandel

Nicht nur die Gesellschaft, sondern auch jeder einzelne Mensch entwickelt sich weiter, von Stufe zu Stufe. Die integrale Theorie fügt Entwicklungsmodelle der Psychologie und der Evolutionstheorie zu einer Metatheorie zusammen und beschreibt die Evolution des menschlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Bewusstseins. In jeder Stufe sind andere Paradigmen, Memes, Symbole und Werte aktiv und kreieren eine andere Realität. Der metamoderne Wandel strebt an, dass es allen Menschen zutiefst gut geht - denn Menschen, denen es gut geht, erzeugen eine liebevollere Wirklichkeit.

Der Kunsthistoriker Emil Friis aus Dänemark gehört zum Autorenkollektiv "Hanzi Freinacht", das mit seinen Büchern "The Listening Society" und "Nordic Ideology" den integralen Ansatz konsequent weiter denkt.

 

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So, 25.7.: Achim Ecker - Die Entscheidung - Notwendigkeit des Kulturwandels

Wir stehen als Menschheit vor einer Entscheidung: Welches Normal wollen wir? In welcher Zukunft wollen wir leben? Klimakatastrophe, Corona, Kriege und Hunger sind nicht nur Folgen einer fehl gelaufenen Politik oder Geschichte. Jede äußere Realität entspricht einer inneren Realität, die wir in uns tragen. Wenn wir die Wirklichkeit verändern wollen, müssen wir – auch!- unsere innere Realität wahrnehmen und ändern.

Achim Ecker lebt seit 37 Jahren in Gemeinschaft und war ZEGG-Mitglied der ersten Stunde. Sein Einsatz gilt seit vielen Jahren einer gesunden Ökologie und Wiederaufforstung sowie der Ausrichtung von Gemeinschaften für Liebe, Bewusstsein und Wahrheit.

 

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Mo, 26.7.: Michael Anderau - Wohlfühlen ist nicht der Maßstab!

Innenarbeit ist das Ringen darum, unsere inneren Schattenwelten, tauben Stellen und blinden Flecken ins Bewusstsein zu holen und zu heilen. Das fühlt sich nicht immer gut an, denn wir berühren Ängste und andere Gefühlen in uns, die wir nie wieder fühlen wollten. Um es dennoch zu tun, brauchen wir den Klarblick, die Liebe und das Vertrauen von Gefährten - wir brauchen Gemeinschaft.

Michael Anderau ist langjähriges aktives ZEGG-Mitglied, begleitet Gemeinschaften durch Forum und Innenarbeit und ist Vater zweier Töchter.

 

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Di, 27.7.: Frieda Radford, Kolja Güldenberg - Autonomie und Hingabe. Berichte aus der Liebesforschung

Was bedeutet Heilung in Liebe und Sexualität? Wie kommt es zur Versöhnung der Geschlechter? Was bedeutet Frau-Sein, Mann-Sein, sexuell sein in einer neuen Kultur? Wie finden wir die Balance zwischen sexueller Freiheit auf der einen Seite und dem Wunsch nach Vertiefung und Treue? In ihren Berichten lassen uns die beiden Redner*innen ganz intim an ihrer Liebesforschung teilhaben.

Frieda Radford, 75, war Diplomatengattin, Aktivistin, Unternehmens-Coach und Gründerin von La Massilia, der Akademie für Sex, Sinn und Zukunft auf Lanzarote. Heute lebt sie in der Gemeinschaft Terra Nova Schweiz.

Kolja Güldenberg ist ZEGG-Mitglied, Coach, Liebesschullehrer und leitet Bewusstseinsarbeit für Männer.

 

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Mi, 28.7.: Dolores Richter - Intimität & Transformation

Die Transformation, vor der wir heute stehen, wenn wir als Menschheit die Krisen überleben wollen, verlangt von uns Tiefe und Achtsamkeit: Im intimen Kontakt mit unserer seelischen Innenwelt und in intimer Verständigung mit den Menschen unserer Umgebung entstehen die Entscheidungen, die wirklich eine Veränderung bewirken. Das Schlüsselwort für diesen Vorgang heißt Vertrauen.

Dolores Richter lebte viele Jahre in Gemeinschaft und gehörte lange Zeit zur Leitung des ZEGG. Sie gründete das Liebeskunstwerk zur Ausbildung in Bewusstsein in der Liebe. Heute lebt sie in Nachbarschaft des ZEGG.

 

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Do, 29.7.: Achim Ecker - Gemeinschaft als Haltung

Gemeinschaft ist eine Haltung, die wir überall einnehmen können, in Bezug auf Familie, auf unsere Nachbarn, auf die ganze Menschheit und alle Wesen. Diese Haltung ist auf Kooperation, Kommunikation, Selbstverantwortung und gegenseitige Unterstützung ausgerichtet. Gemeinschaften sind Zukunftslaboratorien, wo wir diese Haltung üben können. Die ZEGG-Gemeinschaft hat sich vor 30 Jahren dieser Aufgabe gestellt.

 

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Fr, 30.7.: Gemeinschaft und integraler Ansatz - Austausch zweier Perspektiven. Podium mit Ina Meyer-Stoll, Christa Dregger, Rolf Lutterbeck und Felix Krolle

Können Gemeinschaften zum Erfahrungsraum für die integrale Perspektive werden? Kann integrale Politik die Erfahrung von Gemeinschaften aufgreifen und weiterführen? Was wir in jahrzehntelanger Gemeinschaftserfahrung erleben, ähnelt in einigen Punkten dem, was die Theoretiker des integralen Ansatzes sagen: Unterschiedliche Menschen stehen für unterschiedliche Bewusstseinsstufen, Werte und Strategien. Gleichmacherei ist keine Gerechtigkeit. Politik, Kultur, soziale Strukturen, die dieser Unterschiedlichkeit gerecht werden, sind wirksamer und gerechter.

Der Diplom-Informatiker, Coach und Unternehmens-Trainer Rolf Lutterbeck orientiert sich am Integralen Ansatz von Ken Wilber und den Systemischen Prinzipien nach Prof. Varga von Kibéd. Er und seine Frau Vera sind Freunde und unterstützende Begleiter des ZEGG.

Felix Krolle ist Mitgründer und Leiter der Entwicklungsgemeinschaft für Lebensqualität Go&Change, Geschäftsführer und Unternehmer sowie Schüler von Rolf Lutterbeck.

Absage Emil Friis zum Podiumsgespräch

Die Beteiligung von Emil Friis am Podiumsgespräch vom 30.7. haben wir in gegenseitigem Einverständnis abgesagt. Grund waren inhaltliche Differenzen, die in der Kürze der Zeit nicht geklärt werden konnten.

 

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Sa, 31.7.: Heini Staudinger - Wertebasiertes Unternehmertum in globaler Solidarität

"Als Firma leben wir ökonomisch in einem Widerspruch. Mit unserem Fleiß und der erfolgreichen Firma unterstützen wir einerseits das System, andererseits haben wir das Verlangen, dieses System zu überwinden. Wir können diesen Widerspruch nicht auflösen, aber wir wollen das Beste daraus machen. Immer mehr Menschen fühlen, dass das System so nicht überleben kann. Es ist notwendig, es zu verändern."
Heini Staudinger gründete 1980 ein Schuhgeschäft in Wien, welches sich zu dem unkonventionell geführten Unternehmen GEA/Waldviertler entwickelte mit Filialen in Österreich, Deutschland und der Schweiz.

 

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So, 1.8.: Resümee, Abschluss