Eine neue Kultur heißt, etwas anderes als Normalität zu erachten als bisher. Wir erleben derzeit Polarisierungen, die Zuspitzung von Krisen, eine Bedrohung von Freiheit, Frieden, Gesundheit. Und dennoch: Unsere Vision ist eine Kultur der Verbundenheit allen Lebens, eine berührbare Gesellschaft, die auf Vertrauen, Kooperation und Dankbarkeit basiert.

Der äußere Wandel, der derzeit global geschieht, macht einen tiefgreifenden inneren Wandel unumgänglich. Die anstehende Transformation betrifft alle Bereiche unseres Lebens: Wie wir denken und leben, lieben, arbeiten, handeln und kommunizieren. Wir brauchen Freund*innen, auf die wir uns verlassen können. Im Sommercamp beginnen wir mit einem Blick in die Welt. Wir konfrontieren uns mit aktuellen sozialen und ökologischen Krisen und stellen uns unserer Ver-Antwort-ung.

Dann richten wir den Blick auf die inneren Ursachen der äußeren Krise: den Verlust von Sinn,

Vertrauen, Liebe und Heimat. Was heißt es, als Mensch wieder in Vertrauen und einem größeren Wir zu Hause zu sein? Welche Entscheidungen können wir jetzt treffen? Von diesem inneren Punkt der Berührung aus gestalten wir bewusst die Veränderung, die die Welt jetzt von uns braucht.

Selten war die menschliche Gesellschaft global so erschüttert und aus der „Normopathie“ herausgerissen wie jetzt durch „Corona“. Wir wollen kein Zurück in die Komfortzone der alten Normalität. Wir erkennen, wie diese unsere Lebensgrundlagen massiv gefährdet. Die Frage ist: Können wir diese weltweite Destabilisierung nutzen für eine positive Bewegung?

Wir glauben: Ja. Unsere Kultur braucht ein Update. Aus dem narzisstischen Kreiseln um uns selbst hin zum Mitgefühl für alles Lebendige. Ein solcher Bewusstseinswandel wird eine neue Kultur hervorbringen. Arbeiten wir daran!


  • Wir laden ein zu einer verändernden Gemeinschaftserfahrung – zum Innehalten, Wissenstransfer und Entscheidnug treffen.
  • Wir feiern das Leben und das Menschsein. Erfahren, wie es ist, als Mensch wieder vertrauensvoll in einem größeren Wir zu Hause zu sein.
  • Wir Konfrontieren uns mit den aktuellen sozialen und ökologischen Krisen und mit der Frage, wie wir darin Verantwortung übernehmen.
  • Wir wenden den Blick nach innen und erforschen den inneren Wandel.
  • Wir stellen wieder den Bezug zur Welt her und gestalten Veränderung bewusst aus der inneren Berührung.
  • Entscheidung treffen meint: - Haltungen ändern - Konsequenzen ziehen - Wirksamkeit stärken -

Der inhaltliche Prozess, durch den wir gehen werden

Soca2020 inhaltlicher Prozess

Die Landkarte für diesen Prozess

Egal, ob es um Politik oder um Liebe geht: Jeder inhaltliche Schwerpunkt des Sommercamps zeigt eine andere Facette des großes Kulturwandels, in dem wir uns befinden. Wir nutzen Elemente der Integralen Theorie nach Ken Wilber als Landkarte, um die jeweiligen Inhalte im Gesamtvorgang zu verorten. Dabei beziehen wir das ICH, das WIR und das ES aus den Vier Quadranten mit ein, sowie die Entwicklung des Bewusstseins in seinen verschiedenen Stufen.

Am Ende des Sommercamps sehen wir klarer, was der notwendige Kulturwandel in jedem Quadranten wirklich bedeutet.

  innen außen
individuell  

ICH-RAUM
subjektiv, intentional

(Selbst-)Bewusstsein, Gedanken, Gefühle, Werte, Bedürfnisse, Mentalität, Vision

ES-RAUM (singular)
objektiv, empirisch

Verhalten, Körper, gezeigte Fähigkeiten, messbare Leistung, Gehirnwellen 

kollektiv  

WIR-RAUM
kulturell, intersubjektiv

geteilte Bedeutungen, Beziehungen, kollektive Schatten, gesellschaftliche Werte

ES-RAUM (plural)
sozial, systemisch

Regeln, Systeme, Umwelt, Gesellschaftsstrukturen, Wissenschaft, Technologie, Medien, Märkte